Joshua Brock im Besprechungsraum von braindinx mit dem ausgedruckten Social-Media-Grid für den Kinder- und Jugendtreff Mariadorf, dahinter ein Bildschirm mit dem braindinx-Logo.

Praktikum in der Designagentur: Mit Feedback überzeugt

  1. Wie läuft ein Praktikum in der Designagentur eigentlich ab?
  2. Mein dreiwöchiges Praktikum bei der braindinx GmbH
    1. Feedback und eine zweite Version
    2. Tom in Illustrator nachbauen
  3. Wie im echten Berufsleben
  4. Ein Social-Media-Grid
  5. Eigene Logos
    1. Mein letzter Tag und mein Fazit
  6. Version 2 schlägt Version 1

Wie läuft ein Praktikum in der Designagentur eigentlich ab?

Joshua Brock hat es drei Wochen lang bei uns herausgefunden. Joshua ist 20 und macht am Berufskolleg für Gestaltung und Technik in Aachen seine Ausbildung zum gestaltungstechnischen Assistenten. Schon im Bewerbungsgespräch hat er nach Feedback zu seinen Arbeiten gefragt. Übers Wochenende hat er daraus eine komplett neue Version gebaut. Was danach kam, von Tom aus „Tom und Jerry“ bis zum Social-Media-Grid, erzählt er selbst. Unbearbeitet und in seinen eigenen Worten:

PRAKTIKUMSBERICHT JOSHUA

Mein dreiwöchiges Praktikum bei der braindinx GmbH

Hey,

ich bin Joshua Brock, ich bin 20 Jahre alt und habe nun mein 3-wöchiges Praktikum bei braindinx abgeschlossen. Ich persönlich mache derzeit eine Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten in Aachen beim Berufskolleg für Gestaltung und Technik (BK-GuT). Erstmal zu mir als Person: Eigentlich bin ich extrem schüchtern, gehe nicht auf Leute zu, aber anders bei diesem Praktikum.

Meine Bewerbung

Feedback und eine zweite Version

Ich hatte mich zunächst telefonisch gemeldet und einfach nachgefragt, ob es in dem geplanten Zeitraum möglich wäre, ein 3-wöchiges Praktikum zu machen. Dann habe ich meine Bewerbungsunterlagen per Mail geschickt, eine Einladung zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch erhalten, und dann war es so weit: Ich habe mich selber vorgestellt.

Die Quintessenz des Bewerbungsgesprächs war: Ich hatte meine Designs gezeigt, welche ich in der Schule umgesetzt hatte, dazu etwas erzählt und so meine Geschichte gezeigt, von meinen ersten Designs und meiner Entwicklung bis jetzt. Dann haben wir etwas Cooles gemacht: Ich habe nach Feedback gefragt und habe dieses auch sehr viel erhalten, was man alles an der Gestaltung verbessern könnte.

Ich habe eine Abmachung mit ihnen gemacht: Ich hatte über das Wochenende Zeit, mit dem gesammelten Feedback eine neue Version zu erstellen. Das Ganze habe ich auch so gemacht: Am selben Tag habe ich mich zu Hause an meinen PC gesetzt, InDesign geöffnet und das Dokument von 0 auf neu bearbeitet und erneut an die E-Mail geschickt.

Ein paar Tage sind vergangen, und ich erhielt die Zusage per Mail. Das hat mich so extrem gefreut, und ich konnte mein Praktikum dort abschließen. Das, was ich daran so cool fand, ist, dass sie gesehen haben, dass ich mit Kritik umgehen kann und diese positiv umsetzen kann. Das find ich echt mega.

Woche 1

Tom in Illustrator nachbauen

Zu dem Praktikum selber: Ich habe, wie ich zuvor sagen wollte, echt viel dazugelernt, aber fangen wir mal am Anfang an. Am Montag kam ich an und habe mit Jan, dem Chef, im Besprechungsraum meine erste Aufgabe erhalten. Ich erhielt 2 dicke Bücher mit jeweils 500 Seiten mit der Gestaltung von sehr vielen Künstlern vom Jahr 1850 bis 2020. Ich habe mir daraufhin erstmal die Zeit genommen und mich ca. 2 Stunden damit beschäftigt, die Bücher genau anzuschauen und mir ein paar Werke auszusuchen, die mir gefallen.

Ich erhielt die Aufgabe, eins dieser Werke in Adobe Illustrator nachzuillustrieren. Ich fand, das war ein sehr entspannter und gut geplanter Einstieg, um erstmal schauen zu können, auf welchem Level der/die Praktikantin ist. Ich entschied mich letztendlich für Tom und Jerry. Die ersten 3 Tage, also Montag bis Mittwoch, war nun die Aufgabe, Tom umzusetzen. Dabei lernte ich viele neue Tools und Shortcuts und neue Arbeitsweisen dazu, was mir vorher nicht bekannt war, da ich eine solche Aufgabe zuvor noch nie gemacht hatte.

Präsentieren

Wie im echten Berufsleben

Den Donnerstag verbrachte ich damit, eine PowerPoint zu erstellen, denn anschließend war die Aufgabe, das Ergebnis vor dem Betrieb zu präsentieren. Eigentlich hasse ich Präsentationen, allerdings habe ich mit der Zeit das Ruder herumgerissen, und nun liebe ich es, meine eigene Meinung, meine gesammelten Erkenntnisse, Daten, Fakten vor anderen Leuten auszusprechen.

Am Freitag war es so weit: Ich hielt meine Präsentation, und sie kam so semi gut an. Warum? Nun ja, es war nicht, weil ich nicht präsentieren kann, sondern weil ich es anders gewohnt war, Präsentationen zu halten, denn in der Schule läuft das Ganze etwas anders ab als im echten Berufsleben, da kommt es einfach auf viel mehr an. Man muss sich einen guten ersten Eindruck verschaffen bei allen Menschen, und ich erhielt Kritik und Feedback, was man alles verbessern kann.

Dann stand die neue Aufgabe an, das gesammelte Feedback umzusetzen. Also fing ich komplett bei 0 an und baute eine neue Präsentation, wo ich alles beachtete. Am letzten Tag des Praktikums stellte ich diese als Abschluss vor. Nun, was soll ich sagen: Ich schreibe diesen Text, bevor ich sie gehalten habe, kann noch kein Update geben.

Die größte Herausforderung

Ein Social-Media-Grid

Jedenfalls erhielt ich eine komplett neue und diesmal sehr komplexe Aufgabe: Ich musste ein Social-Media-Grid entwerfen, aufbauend auf einem bestehenden Corporate Design des Praktikanten vor mir. Dies bereitete mir große Probleme, und ich entwarf meinen ersten Entwurf und erhielt Feedback. Was soll ich sagen, der sah halt auch komplett scheiße aus.

Dann hatte ich ca. 2 Wochen Zeit, mir die Zeit dafür zu nehmen, alles ordentlich umzusetzen, mir etwas zu überlegen, was funktioniert. Ich suchte mir alle Kerndaten aus dem Internet des Betriebs und schrieb sie mir auf. Daraus baute ich Posts, die möglich sind, die ich für sinnvoll hielt, und überlegte, wie man diese umsetzen kann. Ich nutzte Webseiten wie z. B. Magnific, die ich vorher nicht kannte, um Illustrationen rauszusuchen, alles in den Brandfarben einzufärben, das Layout und alles, was dazugehört, einzufärben. Ich fragte sehr oft nach Feedback, um mir eine 2. oder 3. Meinung einzufangen.

Als ich dann in der 3. Woche zufrieden mit dem Endergebnis war, erhielt ich eine Vorlage für Instagram. Diese bearbeitete ich mit meinen vorgefertigten Posts und erstellte mehrere Mockups und eine Präsentation für den Betrieb.

Zum Schluss

Eigene Logos

Die letzten Tage verbrachte ich ebenfalls mit einer sehr coolen Aufgabe: Ich entwarf Logos, die zu mir passen. Da ich riesiger Huebi-Fan bin, entwarf ich ein Logo für eine Puzzle-Marke, uePuzzle, und aus Spaß eine Kaffeemarke, diese nannte ich Black n Brock.

Fazit

Mein letzter Tag und mein Fazit

Am letzten Tag, also heute, schrieb ich diesen Text und hielt die Präsentation, machte ein Gruppenfoto mit allen, und um 12 Uhr war dann Feierabend. Achso, ich hatte immer von 9 bis 16 Uhr, freitags 9 bis 15 Uhr.

Das Praktikum war echt cool. Ich habe sehr viel Neues dazugelernt, was mir halt echt weiterhilft in der Schule und später bei der Arbeit. Die Mitarbeiter sind alle mega entspannt und geben gutes und ehrliches Feedback. Man kann sich öffnen, seine Gedanken aussprechen, nebenbei Musik hören und mit allen so sein, wie man ist. Keiner verstellt sich, das ist mir sehr wichtig.

Falls du bis hier gelesen hast, bist du der Goat.

LG Joschi

Joshua Brock nach seinem Praktikum in der Designagentur braindinx mit vier Teammitgliedern vor der Referenzwand, in den Händen sein Social-Media-Grid für den Kinder- und Jugendtreff Mariadorf.

UNSER FAZIT

Version 2 schlägt Version 1

Dreimal in drei Wochen hat Joshua nach dem Feedback neu angesetzt. Erst bei seinen Bewerbungsunterlagen. Dann bei der Präsentation, die beim ersten Mal „so semi“ ankam und die er von null neu aufgebaut hat. Und beim Social-Media-Grid, dessen ersten Entwurf er oben selbst schon treffend beschrieben hat.

Die Frage, die sein Bericht offenlässt, können wir beantworten:
Die Abschlusspräsentation am letzten Tag war deutlich besser als die erste. Das Grid baut übrigens auf dem Corporate Design auf, das Tymofii in seinem Praktikum für den Kinder- und Jugendtreff Mariadorf entwickelt hat. Wie das entstanden ist, liest du im Praktikumsbericht von Tymofii Moiseiev.

Kaum ein Entwurf ist bei uns im ersten Anlauf fertig. Wer Kritik als Arbeitsmaterial nimmt statt als Urteil, kommt weiter. Joshua hat das schon im Bewerbungsgespräch gezeigt.

Danke, Joschi, für drei Wochen voller Ideen, Fragen und guter Musik. Und ja: Wer bis hier gelesen hat, ist auch für uns der Goat. Falls du selbst Lust auf ein Praktikum in einer Designagentur hast: Meld dich. Feedback gibt’s inklusive.